Viele wollen pflegebedürftige Angehörige möglichst lange in den eigenen vier Wänden wissen, doch geht dies nicht ohne Unterstützung. Darum geht's:…

Der quitt Haushaltshilfen-Report 2026: Arbeits- und Anstellungsbedingungen in Privathaushalten
Über 4 Millionen Haushalte in Deutschland beschäftigen eine Haushaltshilfe, doch mehr als 91 % davon nicht offiziell angemeldet. quitt hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Appinio 1.351 Personen befragt und 1.935 Arbeitsverträge ausgewertet, um Licht in den unsichtbaren Arbeitsmarkt zu bringen. Das Ergebnis ist der quitt Haushaltshilfen Report 2026. Drei der spannendsten Erkenntnisse stellen wir hier vor.
Darum geht’s:
- Was verdienen Haushaltshilfen in Deutschland wirklich?
- Wer sind die Menschen, die in Privathaushalten arbeiten?
- Warum ist Schwarzarbeit so verbreitet – und was hilft dagegen?
Der Durchschnittslohn liegt weit über dem Mindestlohn
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 in Deutschland 13,90 € pro Stunde. Der tatsächliche Durchschnittslohn liegt mit 17,93 € pro Stunde deutlich darüber. Bayern zahlt mit 18,92 € am meisten, am unteren Ende finden sich Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Hamburg mit rund 1 € unter dem Bundesschnitt.
Eine Haushaltshilfe ist im Schnitt 46, weiblich und deutsch
Die typische Haushaltshilfe in Deutschland ist 46 Jahre alt, weiblich (86 % Frauenanteil) und kommt aus Deutschland (53,7 %). Für viele ist dies keine Nebenbeschäftigung: 47 % arbeiten mehr als 20 Stunden pro Woche in Privathaushalten – in Tätigkeiten von der Haushaltsarbeit (35,1 %) über Kinderbetreuung (33,6 %) bis zur Seniorenbetreuung (13,1 %).
Schwarzarbeit ist strukturell – nicht moralisch
Das vielleicht überraschendste Ergebnis: Schwarzarbeit entsteht nicht aus böser Absicht, sondern aus einem Zusammenspiel von zu hohen Abgaben und bürokratischen Hürden.
Besonders aufschlussreich ist die gegenseitige Schuldzuweisung: 34,3 % der Arbeitgeber sagen, die Haushaltshilfe wolle nur bar arbeiten, gleichzeitig geben 34,6 % der Arbeitnehmer an, der Arbeitgeber habe die Barzahlung vorgeschlagen. Die Lösung liegt laut Umfrage nicht in mehr Kontrollen, sondern in einfacheren, digitalen Prozessen. 67,6 % der Arbeitgebenden würden offiziell anmelden, wenn der Aufwand geringer wäre.
Den vollständigen Report hier lesen
