Zum Blog

Was kostet eine Nanny oder ein Babysitter?

Nanny und Babysitter verdienen im Schnitt 18,25 €/Std. Hinzu kommen die Arbeitgeberkosten je nach Anstellungsart, abgezogen wird der Steuerrabatt.

Joanna Laney
Zuletzt Aktualisiert:
31.08.2026
Inhalt

Darum geht’s

  • Nanny und Babysitter verdienen in Deutschland im Schnitt 18,25 € brutto pro Stunde (quitt Haushaltshilfen-Report 2026).
  • Ein Babysitter läuft meist als Minijob über den Haushaltsscheck: Arbeitgeber zahlen ca 14,6 % Abgaben auf den Bruttolohn. Bei 18,25 € sind das 2,66 €/Std., die Gesamtkosten sind 20,91 €/Std.
  • Eine Nanny (regelmäßig) wird meist sozialversicherungspflichtig angestellt. Die Abgaben liegen bei Midijobs zwischen 20% bis 28%, bei Teil- oder Vollzeitstellen liegen die Arbeitgeberkosten bei ca. 20%
  • Steuer: 80 % der Kinderbetreuungskosten sind absetzbar, bis 4.800 € pro Kind und Jahr (§ 10 EStG)

Was eine Putzhilfe kostet, hängt vom Stundenlohn, den Arbeitgeberabgaben und dem Steuerrabatt ab. Für Kinderbetreuung gilt eine gesonderte Steuerregelung, die eine höhere Ersparnis bringt als der Rabatt für haushaltsnahe Dienstleistungen. Wir rechnen Ihnen alles vor.

Wie viel verdienen Nanny und Babysitter?

Im Durchschnitt verdienen Nanny und Babysitter 18,25 € brutto pro Stunde. Das zeigt der quitt Haushaltshilfen-Report 2026, für den 1.351 Personen befragt und 1.935 Arbeitsverträge ausgewertet wurden. Damit liegt der Lohn für Kinderbetreuung über dem durchschnittlichem Lohn aller Haushaltstätigkeiten (17,93 €). Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 € pro Stunde und gilt auch für Privathaushalte.

Regional unterscheiden sich die Löhne (über alle Haushaltstätigkeiten) deutlich:

  • Bayern: 18,92 €
  • Berlin: 18,58 €
  • Hessen: 18,41 €
  • Baden-Württemberg: 18,00 €
  • Nordrhein-Westfalen: 17,76 €
  • Niedersachsen: 17,18 €
  • Brandenburg: 16,93 €
  • Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: 16,90 €
  • Hamburg: 16,59 €
  • Schleswig-Holstein: 16,43 €
  • Rheinland-Pfalz: 16,00 €
  • Deutschland gesamt: 17,93 €

Was kostet ein Babysitter?

Ein Babysitter, der gelegentlich kommt, läuft fast immer als Minijob. Solange der Verdienst unter 603 € im Monat bleibt, meldet quitt über das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale an und die Arbeitgeberkosten liegen bei 14,6 %. Bei einem Bruttolohn von 18,25 € entspricht das ca 2,66 € pro Stunde. Ein Babysitter kostet Sie also rund 20,91 € pro Stunde.

Ein Beispiel mit 3 Stunden pro Woche:

  • Nettolohn des Babysitters (3 Std./Woche): ca. 237 €/Monat, ca. 2.844 €/Jahr
  • + Arbeitgeberabgaben (14,6 %): ca. 35 €/Monat, ca. 420 €/Jahr
  • Gesamtkosten: ca. 272 €/ Monat, ca. 3.264 €/Jahr
  • − Steuerersparnis (80 % absetzbar, ~30 % Steuersatz): − 783 €/Jahr
  • Effektive Kosten: ca. 2.481 € / Jahr

Bei einem Minijob entspricht der Nettolohn dem Bruttolohn für den Arbeitnehmer, da dieser keine Abgaben zahlt und das Gehalt pauschal versteuert wird. Die Steuerersparnis hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz ab, hier rechnen wir mit rund 30 %. Wie hoch die Steuerbegünstigung für Kinderbetreuung ist, lesen Sie weiter unten.

Was kostet eine Nanny?

Eine Nanny arbeitet regelmäßig, im Schnitt 15,2 Stunden pro Woche. Bei 18,25 € pro Stunde sind das 1.202 € im Monat. Damit liegt sie über der Minijob-Grenze von 603 € und wird sozialversicherungspflichtig als Midijob angestellt. Die Arbeitgeberabgaben liegen dann zwischen 20 % und 28%, statt 14,6 %.

Ein Beispiel mit 15,2 Stunden pro Woche:

  • Bruttolohn der Nanny (15,2 Std./Woche): ca. 1.202 €/Monat, ca. 14.424 €/Jahr
  • + Arbeitgeberabgaben: ca. 312 € / Monat, ca. 3.744 € / Jahr
  • Gesamtkosten: ca. 1.514 €/Monat, ca. 18.168 €/Jahr
  • − Steuerersparnis (Abzug von max. 4.800€ / Jahr): − 4.800 €/Jahr
  • Effektive Kosten: ca. 13.368 €/Jahr

Die genauen Beträge für Ihren Fall rechnen Sie mit dem kostenlosen Lohnkostenrechner in 30 Sekunden durch.

Wie viel erstattet die Steuer bei privater Kinderbetreuung?

Für Kinderbetreuung gilt eine eigene, oft großzügigere Regel als bei haushaltsnahen Dienstleistungen. Sie setzen 80 % der Betreuungskosten als Sonderausgaben ab und verrechnen bis zu 4.800 € pro Kind und Jahr. Das regelt § 10 EStG. Voraussetzung: Das Kind ist unter 14 Jahre alt, Sie überweisen den Lohn statt bar zu zahlen und haben eine Lohnabrechnung.

Allgemeine haushaltsnahe Dienstleitungen werden zu 20 % direkt von der Steuerschuld abgezogen. Die Kinderbetreuungskosten senken dagegen Ihr zu versteuerndes Einkommen, die tatsächliche Ersparnis hängt also von Ihrem Steuersatz ab. Für reine Betreuung ist die 80 %-Regel meist die bessere Wahl.

Die gesamten Arbeitgeberkosten pro Jahr können Sie dem quitt Lohnjournal entnehmen, welches im Kundenbereich als Download zur Verfügung steht.

Was übernimmt quitt für mich?

quitt übernimmt die komplette Anmeldung und Verwaltung, egal ob Babysitter im Minijob oder sozialversicherungspflichtige Nanny. Gerade oberhalb der Minijob-Grenze wird die Abrechnung sehr komplex. Sie geben die Eckdaten online ein, quitt kümmert sich um Anmeldung, Lohnabrechnung und Versicherung. Sie bleiben der Arbeitgeber und bestimmen, wen Sie einstellen und welches Gehalt sie zahlen.

Betreuung gefunden? Starten Sie Ihre Anmeldung, quitt übernimmt den Rest. Was der Service kostet, sehen Sie auf der Preisübersicht. Wie die Kosten bei einer Reinigungskraft aussehen, lesen Sie unter Was kostet eine Putzhilfe?

Rechnen Sie Ihre Kosten in 30 Sekunden aus

Der kostenlose Lohnkostenrechner zeigt Ihnen Brutto, Netto und Arbeitgeberkosten für Nanny oder Babysitter, unverbindlich und sofort.

Jetzt starten