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Was kostet eine Putzhilfe?

Eine Putzhilfe verdient im Schnitt € 16,86 brutto pro Stunde. Hinzu kommen die Arbeitgeberkosten je nach Anstellungsart, abgezogen wird der Steuerrabatt.

Joanna Laney
Zuletzt Aktualisiert:
31.08.2026
Inhalt

Darum geht’s

  • Eine Putzhilfe verdient in Deutschland im Schnitt € 16,86 brutto pro Stunde (quitt Haushaltshilfen-Report 2026)
  • Als Arbeitgeber zahlen Sie im Privathaushalt bei Minijobs rund 14,6 % Arbeitgeberkosten hinzu, bei Midijobs zwischen 20% und 30%, bei Teil- oder Vollzeitstellen ca. 20%
  • 20 % Ihrer Kosten werden von der Steuer erstattet, bis zu € 510 pro Jahr bei einem Minijob, bis zu € 4.000 bei einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung
  • Rechenbeispiel (2 Std. pro Woche, € 16,86/Std.): rund €167 Gesamtkosten (€ 146 Bruttolohn + € 21.3 Arbeitgeberbeiträge) im Monat, €2.008 im Jahr, nach Steuerrabatt noch 1.607 € im Jahr

Was eine Putzhilfe kostet, hängt vom Stundenlohn, den Arbeitgeberbeiträgen und dem Steuerrabatt ab. Wir rechnen Ihnen ein Beispiel vor, vom monatlichen Bruttolohn bis Jahreslohnkosten.

Was verdient eine Putzhilfe?

Im Schnitt verdient eine Putzhilfe in Deutschland €16,86 brutto pro Stunde. Das zeigt der quitt Haushaltshilfen-Report 2026, für den 1.351 Personen befragt und 1.935 Arbeitsverträge ausgewertet wurden. Über alle Tätigkeiten im Haushalt hinweg liegt der Schnitt bei €17,93. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 €13,90 pro Stunde und gilt auch im Privathaushalt. Der gesetzliche Mindestlohn muss auch bei quitt eingehalten werden.

Regional gehen die Löhne deutlich auseinander. Die folgende Übersicht zeigt den Durchschnittslohn über alle Haushaltstätigkeiten pro Bundesland:

  • Bayern: € 18,92
  • Berlin: € 18,58
  • Hessen: € 18,41
  • Baden-Württemberg: € 18,00
  • Nordrhein-Westfalen: € 17,76
  • Niedersachsen: € 17,18
  • Brandenburg: € 16,93
  • Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: € 16,90
  • Hamburg: € 16,59
  • Schleswig-Holstein: € 16,43
  • Rheinland-Pfalz: € 16,00
  • Deutschland gesamt: € 17,93

Bayern zahlt mit € 18,92 den höchsten Stundenlohn, Rheinland-Pfalz mit € 16,00 den Niedrigsten.

Was kostet eine Putzhilfe den Arbeitgeber?

Zusätzlich zum Lohn zahlen Sie als Arbeitgeber im Privathaushalt für einen Minijobber rund 14,6 % Abgaben. Möglich macht das das vereinfachte Haushaltsscheck-Verfahren, das für Minijobs in Privathaushalten gilt. Bei Midijobs liegen die Arbeitgeberkosten zwischen 20% und 28% - mit der Höhe des Gehalts sinken die Arbeitgeberkosten, während die Arbeitnehmerbeiträge steigen. Arbeitet Ihre Putzhilfe in Teil-oder Vollzeit mit einem Verdienst über € 2.000 / Monat fallen ca. 20% Arbeitgeberabgaben an zuzüglich den Kosten für die Unfallversicherung.

Was kostet eine Putzhilfe monatlich und jährlich?

Anhand des folgenden Beispiels berechnen wir die Kosten. Viele Putzhilfen kommen wöchentlich für zwei Stunden. Bei einem Stundenlohn in Höhe von €16,86 pro Stunde entstehen folgende Kosten:

  • Nettolohn der Putzhilfe (2 Std. wöchentlich): ca. € 146 /Monat, ca. € 1.753 /Jahr
  • + Arbeitgeberabgaben (14,6 %): ca. € 21.3 /Monat, ca. € 256 /Jahr
  • Gesamtkosten: ca. € 167.3 /Monat, ca. € 2.008 /Jahr
  • − Steuerrabatt (20 %): − €402 /Jahr
  • Effektive Kosten: ca. € 1.606 /Jahr

Bei einem Minijob entspricht der Nettolohn dem Bruttolohn für die Arbeitnehmer/in, da keine Arbeitnehmerbeiträge anfallen. Für den Arbeitgeber enstehen jährliche Gesamtkosten inkl. Steuerrabatt in Höhe von € 1.606  im Jahr, dies entspricht € 130 im Monat. Ihre eigenen Zahlen rechnen Sie mit dem kostenlosen Lohnkostenrechner in 30 Sekunden durch.

Wie hoch ist die Steuerermässigung bei der Anstellung einer Putzhilfe im Privathaushalt?

20 % der Kosten für eine Haushaltshilfe können Sie mit Ihrer Steuerschuld verrechnen. Bei einem Minijob im Privathaushalt sind das bis zu 510 € pro Jahr, bei einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung (Midijob oder mehr) bis zu 4.000 € pro Jahr.

Wichtig ist der Unterschied: Der Betrag wird nicht vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, sondern direkt von Ihrer Steuerschuld. Voraussetzung ist, dass die Putzhilfe angemeldet ist und Sie den Lohn überweisen statt bar zu zahlen. Weitere Informationen erhalten Sie auch im Beitrag Steuerrabatt für Haushaltshilfen.

Warum zahlt sich die legale Anstellung aus?

Der größte Vorteil einer Anmeldung ist die Absicherung Ihrer Haushaltshilfe. Arbeitet Ihre Putzhilfe schwarz und hat einen Unfall in Ihrem Haushalt, haften Sie persönlich für die Behandlung und den Verdienstausfall.

Im quitt Haushaltshilfen-Report nennen 52,7 % der legal Beschäftigten die Absicherung bei Unfall als Hauptgrund für die offizielle Anstellung. Darüberhinaus ist Ihre Arbeitnehmerin nicht nur unfallversichert, sondern auch kranken-, pflege-, arbeitslosen- und rentenversichert.

Finanziell fällt die offizielle Anmeldung dabei weniger ins Gewicht, als Viele denken: Das Beispiel oben zeigt, dass bei 2 Stunden wöchentlicher Arbeit Gesamtkosten von jährlich rund €1.606 enstehen, was nur rund €150 mehr sind, als bei Schwarzarbeit. Der eigentliche Hebel sind weniger die Kosten, sondern häufiger der Aufwand. 67,6 % der Arbeitgeber würden ihre Haushaltshilfe anmelden, wenn es weniger Aufwand wäre. Genau da setzt quitt an.

Was übernimmt quitt für mich?

quitt übernimmt die komplette Anmeldung und Verwaltung Ihrer Putzhilfe. Sie geben die wesentlichen Eckdaten online ein, quitt kümmert sich um die Anmeldung bei allen Behörden, die Lohnabrechnung und die Versicherung. Lohn und Abgaben bleiben gleich, egal ob Sie selbst anmelden oder quitt es übernimmt. quitt übernimmt für Sie alle bürokratischen Prozesse. Sie bleiben Arbeitgeber und bestimmen, wen Sie einstellen und welchen Lohn sie zahlen.

Haushaltshilfe gefunden? Starten Sie die Anmeldung, quitt übernimmt den Rest. Was der Service kostet, sehen Sie auf der Preisübersicht.

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