Darum geht’s
- Eine Putzhilfe verdient in Deutschland im Schnitt 16,86 € brutto pro Stunde (quitt Haushaltshilfen-Report 2026)
- Als Arbeitgeber zahlen Sie im Privathaushalt bei Minijobs rund 14,6 % Arbeitgeberkosten hinzu, bei Midijobs zwischen 20% und 30%, bei Teil- oder Vollzeitstellen ca. 20%
- 20 % Ihrer Kosten werden von der Steuer erstattet, bis zu 510 € pro Jahr bei einem Minijob, bis zu 4.000€ bei sozialversicherungspflichtiger Anstellung
- Rechenbeispiel (4 Std. alle zwei Wochen, 16,86 €/Std.): rund 167 € Gesamtkosten im Monat, effektiv rund 1.607 € im Jahr nach Steuerrabatt.
Was eine Putzhilfe kostet, hängt vom Stundenlohn, den Arbeitgeberabgaben und dem Steuerrabatt ab. Wir rechnen Ihnen ein Beispiel vor, vom Bruttolohn bis Jahreskosten.
Was verdient eine Putzhilfe?
Im Schnitt verdient eine Putzhilfe in Deutschland 16,86 € brutto pro Stunde. Das zeigt der quitt Haushaltshilfen-Report 2026, für den 1.351 Personen befragt und 1.935 Arbeitsverträge ausgewertet wurden. Über alle Tätigkeiten im Haushalt liegt der Schnitt bei 17,93 €. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 € pro Stunde und gilt auch im Privathaushalt. Erst ab dem Mindestlohn können Sie ein Arbeitsverhältnis über quitt anmelden.
Regional gehen die Löhne deutlich auseinander. Die folgende Übersicht zeigt den Durchschnittslohn über alle Haushaltstätigkeiten pro Bundesland:
- Bayern: 18,92 €
- Berlin: 18,58 €
- Hessen: 18,41 €
- Baden-Württemberg: 18,00 €
- Nordrhein-Westfalen: 17,76 €
- Niedersachsen: 17,18 €
- Brandenburg: 16,93 €
- Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: 16,90 €
- Hamburg: 16,59 €
- Schleswig-Holstein: 16,43 €
- Rheinland-Pfalz: 16,00 €
- Deutschland gesamt: 17,93 €
Bayern zahlt mit 18,92 € am meisten, Rheinland-Pfalz mit 16,00 € am wenigsten. Eine faire Bezahlung über dem Mindestlohn zahlt sich meist aus: Sie finden leichter jemanden, und die Zusammenarbeit ist langfristiger und vertrauensvoller. Wie sich Brutto und Netto unterscheiden, lesen Sie im Beitrag Netto oder Brutto beim Lohn der Haushaltshilfe.
Was kostet eine Putzhilfe den Arbeitgeber?
Zusätzlich zum Lohn zahlen Sie im Privathaushalt für einen Minijobber nur rund 14,6 % Abgaben. Möglich macht das das vereinfachte Haushaltsscheck-Verfahren, das für Minijobs in Privathaushalten gilt. Bei Midijobs liegen die Arbeitgeberkosten zwischen 20% und 28% - mit der Höhe des Gehalts sinken die Arbeitgeberkosten, während die Arbeitnehmerabgaben steigen. Arbeitet Ihre Putzhilfe in Teil-oder Vollzeit mit einem Verdienst über 2.000€ / Monat fallen ca. 20% Arbeitgeberabgaben an zuzüglich der Unfallversicherung.
Was zahle ich im Monat und im Jahr?
Rechnen wir es an einem typischen Fall durch. Viele Putzhilfen kommen alle zwei Wochen für rund vier Stunden. Bei 16,86 € pro Stunde sieht die Rechnung so aus:
- Nettolohn der Putzhilfe (4 Std. alle 2 Wochen): ca. 146 €/Monat, ca. 1.753 €/Jahr
- + Arbeitgeberabgaben (14,6 %): ca. 21 €/Monat, ca. 256 €/Jahr
- Gesamtkosten: ca. 167 €/Monat, ca. 2.009 €/Jahr
- − Steuerrabatt (20 %): − 402 €/Jahr
- Effektive Kosten: ca. 1.607 €/Jahr
Bei einem Minijob entspricht der Nettolohn dem Bruttolohn, weil er pauschal versteuert wird. Unterm Strich kostet Sie eine Putzhilfe in diesem Beispiel rund 1.607 € im Jahr, gut 130 € im Monat, nachdem Sie den Steuerrabatt abgezogen haben. Arbeitet Ihre Putzhilfe öfter, steigen die Kosten entsprechend. Ihre eigenen Zahlen rechnen Sie mit dem kostenlosen Lohnkostenrechner in 30 Sekunden durch.
Wie hoch ist die Steuerbegünstigung bei der Anstellung einer Putzhilfe im Privathaushalt?
20 % der Kosten für eine Haushaltshilfe werden direkt von der Steuer begünstigt. Bei einem Minijob im Privathaushalt sind das bis zu 510 € pro Jahr, bei einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung (Midijob oder mehr) bis zu 4.000 € pro Jahr.
Wichtig ist der Unterschied: Der Betrag wird nicht vom zu versteuernden Einkommen abgesetzt, sondern direkt von der Steuer. Voraussetzung ist, dass die Putzhilfe angemeldet ist und Sie den Lohn überweisen statt bar zu zahlen. Wie das genau läuft, steht im Beitrag Steuerrabatt für Haushaltshilfen.
Warum zahlt sich die legale Anstellung aus?
Der größte Vorteil einer Anmeldung ist nicht steuerlich, sondern die Absicherung. Passiert Ihrer Putzhilfe während der Arbeit Haushaltsunfall und sie ist nicht angemeldet, haften Sie persönlich für Behandlung und Verdienstausfall.
Im quitt Haushaltshilfen-Report nennen 52,7 % der legal Beschäftigten die Absicherung im Unfall als Hauptgrund für die offizielle Anstellung. Bei einer angemeldeten Putzhilfe ist genau das abgedeckt: Sie ist nicht nur unfallversichert sondern auch kranken-, pflege-, arbeitslosen- und rentenversichert.
Finanziell fällt die Anmeldung dabei weniger ins Gewicht, als viele denken: Nach dem Steuerrabatt bleiben im Beispiel oben rund 1.607 € im Jahr, nur rund 150€ mehr pro Jahr gegenüber Schwarzarbeit. Der eigentliche Hebel ist selten das Geld, sondern der Aufwand. 67,6 % der Arbeitgeber würden ihre Haushaltshilfe anmelden, wenn es weniger Aufwand wäre. Genau da setzt quitt an.
Was übernimmt quitt für mich?
quitt übernimmt die komplette Anmeldung und Verwaltung Ihrer Putzhilfe. Sie geben die Eckdaten ein, quitt kümmert sich um die Anmeldung bei allen Behörden, die Lohnabrechnung und die Versicherung. Lohn und Abgaben bleiben gleich, egal ob Sie selbst anmelden oder quitt es übernimmt. quitt ist kein zusätzlicher Kostenblock auf den Lohn, sondern der Service, der Ihnen die Bürokratie abnimmt. Sie bleiben der Arbeitgeber und bestimmen, wen Sie einstellen und was Sie zahlen.
Haushaltshilfe gefunden? Starten Sie die Anmeldung, quitt übernimmt den Rest. Was der Service kostet, sehen Sie auf der Preisübersicht.
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