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Was ist der Unterschied zwischen einem Minijob und Midijob im Privathaushalt?

Minijobs haben ein max. Gehalt von 603€, Midijobs zwischen 603,01€ und 2.000€ pro Monat. Midijobs sind sozialversicherungspflichtig.

Lena-Marei Ardelt
Zuletzt Aktualisiert:
01.09.2026
KI-generiert
Inhalt

Darum geht’s

  • Jobs mit einem Gehalt von bis zu 603 € / pro Monat sind in der Regel Minijobs, Gehälter zwischen 603,01 € und 2.000 € fallen in den Midijob-Bereich
  • Minijob: Anmeldung über den Haushaltsscheck, rund 14,6 % Arbeitgeberabgaben, das Bruttogehalt der Haushaltshilfe entspricht dem Nettogehalt.
  • Midijob: Sozialversicherungspflichtig, zwischen 20% und 28% Arbeitgeberabgaben, auch Übergangsbereich oder Gleitzone genannt
  • Für beide Jobarten ist ggf. Mehrfachbeschäftigung der Haushaltshilfe zu beachten

Minijob und Midijob sind beides mögliche Anstellungsformen im Privathaushalt. Der Unterschied ist für Arbeitgeber und -nehmer wesentlich, da verschieden hohe Arbeitgeberkosten, Nettogehälter und Versicherungsstati damit verbunden sind.  Wir erklären Ihnen die Unterschiede.

Was ist der Unterschied zwischen einem Mini- und Midijob?

Unterschieden werden die Jobarten nach der Höhe des Verdienst. Bei einem monatlichen Gehalt bis zu 603 € handelt es sich um einen Minijob, ab einem monatlichen Gehalt von 603,01 € handelt es sich um ein Midijob. Auch die Anmeldung bei den Behörden, welche quitt für beide Jobformen übernimmt, unterscheiet sich stark. Minijobs werden über das Haushaltsscheckverfahren angemeldet. Bei einem Midijob handelt es sich um eine reguläre sozialversicherungspflichtige Anstellung. Notwendig sind die Beantragung einer Betriebsnummer, die Ameldung bei der Unfallversicherung, dem Finanzamt und den Sozialversicherungsträgern (Krankenkasse). Bei einem Minijob entspricht der Nettolohn dem Bruttolohn - falls keine freiwillige Rentenversicherungbeiträge vom Arbeitnehmer gezahlt werden.  Bei Midijobs zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge sowie ggf. Lohnsteuer.

Was ist ein Minijob im Privathaushalt?

Ein Minijob ist eine Beschäftigung mit einem Gehalt von maximal 603 € im Monat. Beim einem durchschnittlichen Stundenlohn einer Haushaltshilfe von 17,93 € (quitt Report) sind das max. 7 Stunden pro Woche. Zahlt man nur den Mindestlohn von 13,90 € dürfen maximal 10 Stunden pro Woche gearbeitet werden.

Im Privathaushalt wird einMinijob über das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale angemeldet. Als Arbeitgeber zahlen Sie 14,6 % Arbeitgeberkosten inkl. der sogenannten Pauschsteuer in Höhe von 2%, welche der Arbeitgeber abführt. Für die Haushaltshilfe entspricht der Bruttolohn dem Nettolohn, so lange keine freiwilligen Rentenbeiträge (13,6%) abgeführt werden. Statt individueller Lohnsteuer zahlt der Arbeitgeber eine Pauschsteuer von 2 %, Arbeitnehmer zahlen keine Lohnsteuer.  

Was ist ein Midijob?

Ein Midijob, auch Gleitzone oder Übergangsbereich genannt, hat ein Gehalt zwischen 603,01 € und 2.000 € im Monat. Die Anstellung ist sozialversicherungspflichtig, das vereinfachte Haushaltsscheck-Verfahren gilt nicht mehr. Für Sie als Arbeitgeber sinken die Abgaben mit der Höhe des Gehalts (zwischen 20% und 28%), für Arbeitnehmer steigen entsprechend die Abgaben mit der Höhe des Gehalts.

Für die Haushaltshilfe fallen Beiträge zu Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an, dazu je nach Steuerklasse und Gehalt Lohnsteuer. Bei 1.000 € brutto bleiben zum Beispiel rund 850 € netto übrig.

Ab 2.000 € im Monat endet der Übergangsbereich: Dann redet man von einer regulären Teilzeit- oder Vollzeitstelle. Die Haushaltshilfe zahlt nun den vollen Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge.

Was passiert, wenn der Lohn die Minijobgrenze überschreitet und mehrere Beschäftigungen bestehen?

Sobald der regelmäßige Verdienst über 603 € im Monat liegt, wird aus dem Minijob ein Midijob. Wichtig: Das Gehalt von mehreren Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern wird zusammengezählt. Das gleiche gilt auch, wenn mehrere Midijobs bestehen. Das Gehalt wird immer addiert. Arbeitet Ihre Haushaltshilfe noch in anderen Haushalten, kann aus einem Minijob schnell ein Midijob werden oder aus einem Midijob eine reguläre Teil- oder Vollzeitanstellung.

Ein Beispiel: Hat Ihre Hilfe zwei Stellen mit je 400 €, liegt das Gesamtgehalt von 800 € über der Schwelle von 603 € und beide Stellen werden sozialversicherungspflichtig. Bestehen beispielsweise zwei Stellen zu 1.200€ werden beide regulär abgerechnet ohne Midijob-Formel. Mehrfachbeschäftigungen im Privathaushalt ist keine Ausnahme, sondern die Regel: Laut quitt Haushaltshilfen-Report 2026 arbeiten über 70 % der Haushaltshilfen in mehr als einem Haushalt. Es ist daher wichtig, dass Sie als Arbeitgeber sich über andere Anstellungen Ihrer Haushaltshilfe informieren.

Was ein Minijob kostet, lesen Sie unter Was kostet eine Putzhilfe?; die genauen Zahlen für einen Midijob zeigt der Lohnkostenrechner.

Was übernimmt quitt für mich?

quitt erkennt anhand von Lohn, Stunden und Mehrfachbeschäftigung die korrekte Anstellungsform, meldet somit korrekt an und rechnet ab, egal ob Minijob, Midijob oder Teil-und Vollzeitanstellung. Sie geben die Eckdaten ein, quitt übernimmt Anmeldung, Lohnabrechnung und Versicherung. Sie bleiben der Arbeitgeber und bestimmen, wen Sie einstellen und wieviel Sie zahlen.

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